Mittwoch, 11. Januar 2017

The Fallen World 01. The Queen of All that Dies - Laura Thalassa

Rasanter und actionreicher erster Band der dystopischen Trilogie.

The Queen of All that Dies

Klappentext:

"In the future, the world is at war. 

For the last decade, King Lazuli of the Eastern Empire has systematically taken over the world. No one knows much about him other than a series of impossible facts: he cannot die, he has not aged since the conflict began, and he wants to rule the world. 

All Serenity Freeman has known is bloodshed. War has taken away her mother, her home, her safety. As the future emissary of the Western United Nations, the last autonomous region of the globe, she is responsible for forging alliances where she can. 
Surrender is on the horizon. The king can taste it; Serenity feels it deep within her bones. There is no other option. Now the two must come face to face. For Serenity, that means confronting the man who’s taken everything from her. For the king, it means meeting the one woman he can’t conquer. But when they meet, something happens. Cruelty finds redemption. 

Only in war, everything comes with a price. Especially love."

(Quelle, zuletzt aufgerufen am: 11.01.2017)

Informationen zur Autorin:

Born and raised in Fresno, California, Laura Thalassa spent her childhood cooking up fantastic tales with her best friend. Lucky for her overactive imagination, she also happened to love writing. She now spends her days penning everything from paranormal romance to young adult novels.

Laura Thalassa lives in sunny Santa Barbara, California with her husband, author Dan Rix.

Autorenhomepage: www.laurathalassa.com

(Aus: Autorenhomepage, zuletzt aufgerufen am: 11.01.2017)

Rezension

Serenity Freeman lebt in einer Welt des Grauens, Einem einzigen Mann allein dürstet es nach der Herrschaft über die ganze Welt. Doch noch gibt es die Western United Nations, das einzige Gebiet, welches sich dem selbsternannten König Lazuli noch nicht unterworfen hat. Doch Serenity spürt, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis auch dieses letzte Fleckchen Erde dem König unterworfen wird. Um bestmögliches für ihr Land und ihre Leute herauszuhandeln wird sie als Gesandte der WUN geschickt, um einen Friedensvertrag mit dem König zu verhandeln - dem Mann, der ihr gesamtes Leben zerstörte und ihr alles nahm. Doch nie hätten sie oder der König ahnen können, dass ihrer beider Schicksal eng miteinander verbunden sein würde - und ihre Herzen einander mehr ersehnen, als beide zugeben wollen ... 

» The harder you think about your fears, the likelier they are to manifest themselves. «
(Aus: The Queen of All that Dies, S. 307)

Mit dem ersten Band der dystopischen Trilogie gelingt Autorin Laura Thalassa ein spannender und actionreicher Start in eine post-apokalyptische Welt, die jedoch auch einige Schwächen vorzuweisen hat. Wo der Roman insgesamt mit viel Spannung und Thrillermomenten aufwarten sowie eine starke und unerschütterliche Protagonistin vorzeigen kann, mangelt es jedoch am Feingefühl und an mancher Stelle auch an Glaubwürdigkeit und Tiefe der einzelnen Charaktere, welche den Zugang zur Geschichte leider unnötig erschweren. 

Schon zu Beginn der Ereignisse innerhalb der Handlung erhält der Leser einen eindringlichen und sehr klaren Eindruck über die Persönlichkeit der Protagonistin, Serenity Freeman, aus deren Perspektive die Geschichte maßgeblich erzählt wird (in Schlüsselmomenten wechselt die Perspektive in Form kurzer Kapitel zu der des Königs Lazuli). Man lernt sie als taffe und äußerst starke Frauenfigur kennen, die in ihrem Leben bereits viel durchgemacht und erlebt hat. Eben jene Ereignisse prägen ihren Charakter und ihren Hass auf den König sehr und lassen sie zu einer verhärteten jungen Frau werden, die jedes Opfer in Kauf nehmen würde, um ihr Land und ihre Leute zu retten. Schätzt man zu Beginn diese Charakterzüge, fühlt es sich jedoch im Verlauf der Geschichte an, als ob die wenigen Emotionen, die diese Figur zulassen würde, sich immer weiter verflüchtigen und den Leser aussperren. Die Identifikation mit Serenity wird immer schwieriger und der Zugang zur ihrer Persönlichkeit immer kühler. Auch wenn man ihre Handlungen und Entscheidungen gut nachvollziehen kann und auch ihre Gedanken und Gefühle dem König gegenüber, die sehr ambivalent sind, gut nachvollziehen kann, ist dieses Beziehungskonstrukt und das Gebilde ihrer Persönlichkeit inkonsistent und nicht 'rund'. Selbes kann man von König Lazuli behaupten, dessen Gefühle und Entscheidungen man leider von Beginn an eher nicht nachvollziehen kann. Ja, Liebe kann blind machen - aber auch diese muss sich erst entwickeln. Und für diesen Schritt hat die Autorin leider gar keinen Raum gelassen.

Die Handlung wird dabei dominiert von Kämpfen, Schlachten, Entführungen und Gemetzeln, die unzählige Menschenleben fordern. Gut also, dass die Autorin die Nebenfiguren eher blass gezeichnet und nicht wirklich in die Story integriert hat (nur, um die Handlung selbst voranzutreiben), sodass man als Leser nicht wirklich in die Schicksale dieser armen Seelen investiert war. Schlecht, da man emotional leider keinerlei Beziehung aufbauen konnte. Nichtsdestotrotz werden die Kriegshergänge doch sehr realistisch gezeichnet und spiegeln eben jenen Charakter wider, den Krieg ausmacht: Nicht alle kommen heil davon. Was die Hintergründe der Storyline betrifft: Diese bilden eine doch sehr dürftige und sehr dünne Schicht, auf der der Plot aufgebaut wird. Man erhält fast keine Details oder Informationen; Logik ist dabei auch eher Mangelware. Doch man muss nehmen was kommt. Mit fortschreitender Seitenzahl entwickelt sich der Roman dann auch eher in einen Thriller als in ein post-apokalyptisches Liebesdrama (obwohl doch etwas davon bleibt) und endet mit einem ziemlich fiesen, aber auch sehr spannendem, Cliffhanger, der viel Lust auf den Folgeroman macht. Zugegeben: Es ist nicht alles rund. Es ist auch kein sehr tiefgreifender Roman und erst recht keiner mit viel Tiefgang. Aber der Erzählstil ist gut und das Potenzial da, sodass die Autorin hoffentlich im nächsten Band der Reihe eben dieses ausschöpfen wird, um die Geschichte in all ihrer Pracht aufblühen lassen zu können.

Fazit

The Queen of All that Dies von Laura Thalassa ist ein spannender und actionreicher postapokalptischer (Liebes-)Roman, der vor allem durch einen zügigen Erzählstil, vielen Ereignissen und nicht zuletzt mit einem guten Cliffhanger überzeugen kann, der Lust auf den nächsten Band der Serie macht. Jedoch sollte man nicht allzu viel Tiefgang erwarten. Wer eine dramatische und tiefgründige Liebesgeschichte in einem dystopischen Umfeld sucht, sollte lieber woanders suchen. Wer jedoch ein actionreiches Setting und eine starke Frauenfigur zu schätzen weiß, sollte einen oder zwei Blicke riskieren.

Gesamte Reihe in einem Überblick:

01. The Queen of All that Dies
02. The Queen of Traitors
03. The Queen of All that Lives

Pro & Contra

+ Starke Frauenfigur
+ Actionreiche Handlung
+ Interessantes Setting
+ Guter Erzählstil
+ Cliffhanger

0 Viel offenes Potenzial

- Geschichte ist nicht 'rund'
- Charaktere haben zu wenig Tiefgang
- Man findet nur schwer Zugang zu den Figuren
- Nebencharaktere blass und einfallslos

Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 3,5/5

Insgesamt:

Laura Thalassa
Dystopie / Postapokalypse
Verlag:  amazon Selfpublishing, E-Book
Genre: Dystopie; Roman
Originaltitel: The Queen of All that Dies
Sprache: Englisch
E.Termin: 15. Januar 2015 (Ausgabe von amazon Selfpublishing)
ISBN/ASIN: B00R7HDLAU
ISBN-13: 978-1942662044
Preis:  2,99 €, 327 Seiten
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